132 Teilnehmer beim Watterturnier der SpVgg Stephansposching

SVS 2018 Watterturnier 1Stephansposching, den 31.10.2018: Die Spielvereinigung Stephansposching hat am Mittwochabend ein Watterturnier in der Mehrzweckhalle veranstaltet. Turnierleiter und Organisator Sven Wittenzellner freute sich über 132 Teilnehmer, die an 33 Tischen in drei Runden (5-5-4-Spiele) ihr Glück mit Spitz, Weli und Max, den drei Kritischen, versuchten. SVS 2018 Watterturnier 2Die Sieger Oliver und Konrad Kandler erhielten 200 Euro Preisgeld, die Zweitplatzierten Egon und Josef Hundshammer 160 Euro und die Dritten Harry Fischl und Günter Dittmannsberger 120 Euro. Wertvolle Sachpreise durften sich die restlichen Teilnehmer aussuchen, die Letzten Oliver Leipold und Helmut Bledl erhielten mit einem Augenzwinkern Brot, Schwarzwurst und Karten zum Üben.Vor der Siegerehrung bedankte sich Organisator Sven Wittenzellner bei allen Sponsoren, Gönnern, der Vorstandschaft, der Gemeinde und allen tatkräftigen Helfern. Wittenzellner hob die Leistung von Johanna Loibl, Sarah Preböck und Lena Kopp, die die Turnierauswertung übernommen hatten, hervor. In der Mannschaftswertung, gleichbedeutend mit der Gemeindemeisterschaft, setzte sich das Quartett AH Stephansposching mit den Spielern Helmut Preböck, Franz Butzenlechner, Josef Limbrunner und Georg Steinbügl mit 18 Plus- und 67 Hilfspunkten durch.

Die Spielvereinigung hat am Wochenende ihr 90-jähriges Gründungsfest mit Festzug, Gottesdienst und viel Geselligkeit gefeiert

SVS 2018 Sportfest 1Stephansposching, den 01.07.2018: Ein prächtiger Festzug setzte sich am Samstagnachmittag, 30. Juni, zu Ehren des 90-jährigen Gründungsfestes der Spvgg Stephansposching bei herrlichem Sommerwetter vom Sportplatzgelände über die Deggendorfer Straße hinab zur Pfarrkirche und in den Pfarrgarten in Bewegung, wo ein Freialtar für einen Gottesdienst aufgebaut war. Mit dabei waren auch die beiden Patenvereine Spvgg Mariaposching und der SC Rain, die wie alle Mitwirkenden des Festzuges den interessierten Zuschauern, die am Straßenrand Beifall klatschten, zuwinkten.

SVS 2018 Sportfest 2Mit einer großen Abordnung in allen Altersschichten präsentierte sich der Jubelverein unter Vorsitzendem Sven Wittenzellner. Auch die Ortsvereine boten mit ihren Vereinskleidungen ein schönes Bild und dokumentierten nach Außen, dass die Vereine, Verbände und Klubs im Gemeindebereich zusammenhalten. Mit dabei waren auch Bürgermeisterin Jutta Staudinger mit Stellvertreter und mehreren Markträten sowie SPD-Landtagskandidat Dr. Bernd Vilsmeier. Angesichts der prallen Sonne verzogen sich die meisten Gottesdienstteilnehmer in den Schatten.

SVS 2018 Sportfest 3Pater Dr. Michael Kaufmann gratulierte mit humorigen Worten der Spvgg Stephansposching zum Alter von 90 Jahren und wünschte ihr, dass sie auch den 100. Geburtstag erleben möge, ohne dabei der "göttlichen Vorsehung keinerlei Grenzen" setzen zu wollen. Warum die Menschen einem Sportverein angehören, fragte Kaufmann. Weil sie Freude an der Bewegung haben, gerne in einer Mannschaft spielen und die Spielregeln akzeptieren. Mit der Musikkapelle, die auch den Gottesdienst mitgestaltete, ging es hinab zum Trainingsgelände der Spvgg Stephansposching an der Donau. Dort erteilte Pater Dr. Michael Kaufmann dem neuen Umkleide- und Sanitärhaus Gottes Segen. Mit festem Schritt ging es nach eineinhalb Stunden zurück zum Fest- und Sportplatzgelände an der Deggendorfer Straße, wo Bürgermeisterin und Schirmherrin Jutta Staudinger nach dem Bieranstich der Spvgg zum Jubiläum gratulierte. Mit Livemusik der Klosterrocker wurde es ein langer und geselliger Samstagabend.

SVS feiert 90-jähriges Gründungsfest und wird vom BFV mit der „Goldenen Raute“ ausgezeichnet

SVS 2018 Sportfest 5Stephansposching, den 01.07.2018: „Das war ein super Festwochenende für die gesamte Spielvereinigung Stephansposching“, ist Joachim Probst, beim Verein für die Kommunikation zuständig, immer noch begeistert. „Die Organisation hat wunderbar geklappt und wir haben von allen Seiten viel Lob bekommen. Wir sind also sehr zufrieden.“ Ihr 90-jähriges Gründungsfest hat die Spvgg Stephansposching am letzten Wochenende dem Anlass angemessen ausgiebig gefeiert. Neben einem Festzug durch die Gemeinde, einem Gottesdienst und der Einweihung des Trainingsgeländes (PZ berichtete bereits), gab es noch ein vielfältiges Rahmenprogramm im Festzelt mit Livemusik und auf dem Sportgelände. Das begann schon am Samstagvormittag mit einem Schulsportfest der Grundschule Stephansposching auf dem Vereinsgelände. Insgesamt nahmen am Dreikampf 120 Kinder und am Geschicklichkeitsparcours 35 Kindern der beiden Kindergärten teil.

Der Spendenlauf war zugunsten des Kinderschutzbundes in Plattling, die Spendensumme steht noch nicht fest. Dieses Jahr wurde der Dreikampf  nach den Vorgaben der Bundesjugendspiele ausgewertet.  Schulsieger wurde Sara Pfanner, die einenWanderpokal erhält. Die weiteren Ergebnisse: 1. und 2. Klasse Mädchen: 1. Sara Pfanner; 2. Antonia Pernsteiner; 3. Tabea Häring 1. und 2. Klasse Jungs: 1. Korbinian Schwitz; 2. Daniel Heigl; 3. Bastian Kagerbauer 3. und 4. Klasse Mädchen: 1.  Sophia Endl; 2. uisa Zink; 3. Sophie Wagensohn  3. und 4. Klasse Jungs: 1. Alexander Freimuth; 2. Philipp Reiser; 3. Sebastian Fischer Hervorzuheben war die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Spvgg, der Schule, dem  Elternbeirat und den Kindergärten. Erfolgreich war am Sonntagnachmittag übrigens auch die 1. Mannschaft des SVS, die im Showmatch gegen die Spvgg Mariaposching einen 3:0-Sieg einfahren konnte.

SVS 2018 Sportfest 6Auch ein ganzer Haufen Ehrungen konnte am Sonntag vorgenommen werden. Der Verein als Ganzes wurde für sein 90-jähriges Bestehen vom Bayerischen Fußballverband mit der Goldenen Raute ausgezeichnet. Die Ehrung übernahm Walter Kammerer, BFV-Ehrenamtsbeauftragter für den Kreis Niederbayern Ost. „Das ist eine große Ehre für uns“, sagt Joachim Probst. „Schließlich gibt es nicht so viele Vereine, die bereits 90 Jahre auf dem Buckel haben.“ Probst erinnert dabei auch daran, dass der Verein in den letzten Jahren kurz vor der Auflösung stand, weil es nicht gelang, eine neue Vorstandschaft zu finden. Die Ehrung und der große  Zusammenhalt, der nun wieder bei der Spvgg herrsche, seien deshalb eine ganze besondere Sache. Aber nicht nur der Verein wurde geehrt, sondern auch verschiedene Vereinsmitglieder.

Hier ein kleiner Überblick: Verdienstnadel in Gold mit Kranz des BLSV für 35-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft: Josef Limbrunner, Johann Vierthaler. Verbands-Ehrenmedaille in Gold des BFV für 60 Jahre Mitgliedschaft Mitgliedschaft: Josef Breböck, Johann Dittmannsberger, Jakob Feldmeier, Franz Hafner, Xaver Kermer, Alfred Klein, Willi Klein sen., Erwin Kreuz, Josef Krinner sen., Josef Meier sen., Heinrich Moser, Franz Perschl  sen., Helmut Preböck sen., Josef Stattenberger, Hans Staudinger, Josef  Steininger und Josef Zollner. Ehrenmitglieder von der Spvgg ernannt (Voraussetzung: 50 Jahre Mitglied, mindestens 70 Jahre alt): Wolfgang Auer, Alfred Eckstein, Werner Frammelsberger, Hans  Fuchs, Josef Gmal, Johann Hartmann, Max Hirtreiter, Josef Hundshammer, Georg Niebauer, Günther Schreiber, Hans Vierthaler.

"Eigentlich wollte ich nur Unkraut ausreißen"

SVS 2018 Hochwasser 2Stephansposching, den 30.06.2018: So wurde Robert Steinbeißer vom Trainer und Physiotherapeuten zum Baumeister der SpVgg Stephansposching. Dass das Funktionsgebäude am Sportplatz an der Donau heute eingeweiht werden kann, ist vielen zu verdanken: Behörden, Bauunternehmen und fleißigen Mitgliedern der Spielvereinigung Stephansposching. Bei einem Schwarz-Gelben bedankt sich Vorsitzender Sven Wittenzellner in besonderer Weise: Robert Steinbeißer. Wie der 48-jährige Physiotherapeut mit internationaler Fußballerfahrung zum Vereins-Baumeister geworden ist, erzählt er im Gespräch mit der PZ.

"Eigentlich wollte ich nur Unkraut ausreißen", sagt Steinbeißer, den Blick auf der Armbanduhr, da die Arbeit am Trainingsplatz schon wieder ruft. "Die Stirnseite müssen wir noch verputzen." Im Sommer 2017 begannen die Arbeiten am Funktionsgebäude. Seitdem ist Steinbeißer "gefühlt jeden Tag" am Fußballplatz anzutreffen. Rührt er nicht gerade den Putz für die letzten Arbeiten an der Baustelle an, dann trainiert er die D-Junioren – oder er hält sich selbst in Form bei den Herren. Schließlich kickt er am Wochenende noch für die zweite Mannschaft und für die AH. Seit 1980 spielt er Fußball nach dem Motto "ein schlechter Stürmer ist ein guter Verteidiger". SVS 2018 Hochwasser 1Einige Jahre verbrachte er bei anderen Vereinen, um zum Beispiel in der Landesliga zu spielen. Auch im Ausland war Steinbeißer aktiv, beim oberösterreichischem Sportklub Altheim. "Zu einigen habe ich heute noch guten Kontakt", erzählt er über die zwei Jahre im Nachbarland. Vom Zaun zum Fördergeld-Bescheid. Doch zurück zum Fußballplatz an der Stephansposchinger Donau: Steinbeißer wollte also Unkraut jäten. "Naja, und dann fragte ich nach, ob der Verein ein bisschen Geld hätte für einen neuen Zaun." Aus dem bisschen Geld wurde ein Fördergeld-Bescheid, um vom Hochwasser 2013 angerichtete Schäden zu beseitigen. Die in Aussicht gestellte Summe überstieg die Kosten eines neuen Zauns deutlich. Das bestehende Häuschen hätte man schon herrichten können − mit der Aussicht auf das nächste Hochwasser. Das erschien nicht nur Steinbeißer wenig bis gar nicht sinnvoll. Er grübelte, griff zu Stift und Papier, um eine Skizze anzufertigen – eine Skizze für ein umgebautes Funktionshaus.

Mit der Gemeinde und dem Landratsamt erarbeitete die SpVgg Stephansposching Pläne, die einen Aufbau des Häuschens umfassten und zugleich den Förderrichtlinien entsprachen. Um Steinbeißers Skizzen, bautechnische Vorgaben und das Budget auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, waren etliche Gespräche nötig. "Etwa ein Jahr hat sich das hingezogen", erzählt der 48-Jährige. SVS 2018 Hochwasser 3Dann ging die zeitintensive Werklerei los. Da denkt Steinbeißer auch an seine Familie. Die beiden Söhne Leon und Max und vor allem Frau Anette halten ihm den Rücken frei, unterstützen ihn und damit die Spielvereinigung.

Steinbeißer: "Ich bin da einfach so reingerutscht."Nach 5000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden ist das in den 1960er errichtete Gebäude fertig renoviert und aufgestockt. Dank einer Fördersumme von 185000 Euro sowie Eigenleistungen können sich die Fußballer nun im ersten Stock duschen. Auch die Technik ist im Obergeschoss verbaut, um die Hochwasserschutzrichtlinien einzuhalten. Im Erdgeschoss sind Bälle, Hütchen und ein Rasenmäher untergebracht. "Diese Sachen kann man ja schnell retten, wenn es wieder zu einem Hochwasser kommt", sagt Steinbeißer.

Diese Entwicklung erinnert an ein bekanntes Zitat von Johann Wolfang von Goethe: "Erfolg hat drei Buchstaben: TUN." Dieses einfache Tun, dieses Unkrautausreißen, ließ den fußballbegeisterten Physiotherapeuten zum Baumeister der SpVgg Stephansposching werden. Eine richtige Erklärung dafür hat Robert Steinbeißer immer noch nicht. "Ich bin da einfach so reingerutscht", sagt er, setzt sich in den als Baustellenfahrzeug unüblichen Fiat 500 und fährt zum Fußballplatz, um dem Häuschen den letzten Schliff vor der Einweihung zu verleihen.

Wer hinfallen kann, kann auch aufstehen

SVS 2018 Sportfest 7Stephansposching, den 28.06.2018: Max Saller (62) und Johann Dittmansberger (82) entstammen zwei Generatioen - Ex-Fußballer der SpVgg Stephansposching erzählen von erfolgreichen Zeiten. Doch an eins erinnern sich die beiden Stephansposchinger genau, wenn sie über Fußballspiele von anno dazumal plaudern: an den dumpfen Einschlag des mit Regenwasser vollgesogenen Lederballs auf der Stirn. "Da schwirrt dir der Kopf." Im Gespräch mit der PZ berichten sie von Staunzen geplagten Spielern, vom Aufstieg der SpVgg Stephansposching in die damalige zweite Amateurliga 1962 und dem Klau der Vereinsfahne bei der 50-Jahr-Feier.
Dittmannsberger, mehrere Jahre Vorsitzender und heute Ehrenvorsitzender der Spielvereinigung, erinnert sich detailliert an den Fußball in der Nachkriegszeit. "Laufen, laufen und wieder laufen", antwortet er auf die Frage, wie das Training zu jener Zeit ausgesehen habe. Dieses anstrengende Konditionstraining "und die ganz starke Kameradschaft" seien die Grundsteine für den Erfolg der ersten Mannschaft Anfang der 1960er Jahre gewesen.
"Wir wurden gleich als Absteiger abgestempelt"Es war eine Stephansposchinger Riege, der in der Saison 1961/62 der Aufstieg in die zweite Amateurliga, zu vergleichen mit der heutigen Bezirksliga, gelang: Namhafte Gegner wie Passau und Kelheim kamen in der Saison nach dem sportlichen Triumph nach Stephansposching. "Wir wurden gleich als Absteiger abgestempelt", erzählt Dittmannsberger, meist aufgestellt als rechter Außenläufer. Anfangs hatten die Gegner auch Recht mit ihrer Einschätzung. "Aber dann haben wir narrisch fleißig trainiert." Den Spielertrainer Hans Kainz nennt der 82-Jährige heute noch einen "eisernen Hund". Dessen Motto lautete stets: "Wenn du hinfallen kannst, kannst du auch wieder aufstehen."
Diese Mentalität sorgte dafür, dass die SpVgg Stephansposching für so manche Überraschung sorgte. So war im Pokal die Plattlinger Spielvereinigung zu Gast an der Donau. Deren Spielführer habe den Stephansposchingern vor dem Anpfiff ein überhebliches "4:0 zur Halbzeit angeboten". "Mit einem 5:1-Heimsieg haben wir sie nach Hause geschickt", erzählt Dittmannsberger und lacht darüber. Auch der FC Passau scheiterte an der Spielvereinigung. "Die hatten sich zuvor noch verfahren und in Straßkirchen gefragt, wo denn dieses Bauerndorf sei." Der Endstand: 3:1 für Stephansposching. Erst in der nächsten Runde schied das Team rund um Außenläufer Dittmannsberger "unglücklich" in Zwiesel aus. Den Gegentreffer erzielte ein gewisser Heinz Wittmann, der kurz danach zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Gegen den kann man schon mal einen Treffer kassieren.
Als Vorsitzender, von 1974 bis 1983, lenkte Dittmannsberger die Geschicke des Vereins. Die Historie der SpVgg, die am Wochenende ihr 90-jähriges Bestehen feiert, zeigt Höhen und Tiefen. "Es war manchmal schwierig, eine Vorstandschaft zu bilden", bestätigt er. Die Parallelen von damals reichen bis ins 21. Jahrhundert.
Doch zurück ins Jahr 1978, zur 50-Jahr-Feier. "Das war eines der schönsten Erlebnisse", schwärmt Dittmannsberger, obwohl nicht alles lief wie geplant. Der Festzug mit Vereinen aus dem ganzen Landkreis, die Schirmherrschaft von Dieter Görlitz, heute Altoberbürgermeister Deggendorfs, und das Drumherum. Alles passte – bis die Sportkameraden aus Rottenmann beziehungsweise Rottersdorf einer alten Tradition folgten. Sie klauten die Vereinsfahne des Gastgebers. "Im Gasthaus Geislinger lösten wir die Fahne wieder aus, Freibier und Brotzeit gab’s für die Fahnendiebe", erzählt das SpVgg-Urgestein.
SVS 2018 Sportfest 8Als Nachwuchstrainer – diesen Posten ließ Dittmannsberger ebenso wenig aus wie das Jugendleiteramt – traf er auf Max Saller. Dieser gehört zur Generation, die 1983/84 die Meisterschaft in der B-Klasse Deggendorf feierte. Mit zehn Jahren begann Saller das Fußballspielen, "in der Schüler-Mannschaft". Dass Fußballer oft einen Hang zum Aberglauben haben, bestätigt der 62-Jährige. "Max, bist du ganz hinten", fragten seine Mitspieler stets beim Einlauf der Teams. Warum? "Immer wenn ich als letzter Mann den Platz betrat, gewannen wir", schmunzelt Saller und blickt auf das Mannschaftsfoto, das im Keller der Mehrzweckhalle hängt.
Ihre Pflichtspiele trägt die SpVgg heute auf dem Platz an der Grundschule, der in den 1980ern eingeweiht wurde, aus, gleich nebenan. Zuvor kickten die Fußballer am alten Platz an der Donau. Bei heißen Temperaturen sehnte Max Saller die Halbzeit herbei. "Nach dem Seitenwechsel durfte ich dann im Schatten spielen, den die hohen Bäume warfen." Und im Sechzehner war oft mehr Sand als Rasen zu sehen. Schließlich beackerten zu jener Zeit alle Jugend- und Herrenteams das grüne Geläuf.
"Das war ein Paradies für Staunzen und Bremsen"Als recht anstrengend sind ihm die Trainingseinheiten im Sommer in Erinnerung. Nach dem Aufwärmen stand stets Gymnastik an. Zwar nicht mit Medizinbällen, war der Lederball von Nässe vollgesogen fühlte sich dieser ohnehin so an. "Und oft trainierten wir in langen Trainingsanzügen", berichtet Saller und verwundert damit den Reporter. Die Erklärung: Ein Landwirt mähte den Rasen damals mit einem Mähbalken, das Gras ließ er liegen. "Das war ein Paradies für Staunzen und Bremsen." Statt hundertfach gestochen zu werden, entschieden sich die Fußballer für verstärktes Schwitzen.
Sein letztes Spiel bestritt Max Saller im Alter von 60 Jahren – nicht bei den Alten Herren, sondern in der zweiten Mannschaft. Doch das machte das Sprunggelenk nicht mehr mit. Nach der Verletzung hing er die Treter an den Nagel, der Spielvereinigung blieb er treu, so wie er es Zeit seines Lebens tat.
Diese Treue zum Verein, den Zusammenhalt wünschen sich Max Saller und Johann Dittmannsberger auch für die Zukunft. Vorstandschaft und Spieler müssten zusammenstehen, sich dazu entscheiden, gemeinsam etwas erreichen zu wollen, fordert der 82-Jährige und schlägt mit der Faust auf den Tisch, um seinem Plädoyer für die Kameradschaft Nachdruck zu verleihen. "So erreicht man auch was."

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